Das EAG wurde im Jahre 1966 durch den Karmelitenpater Jacobus Beck gegründet. Pater Jacobus Beck darf mit gutem Recht als Pionier des zweiten Bildungswegs in Oberfranken bezeichnet werden. Für die im 2. Weltkrieg um ihre Bildungschancen betrogenen (zunächst) jungen Männer, gründete er 1946 das Spätberufenengymnasium und später Kolleg Theresianum, das nach biografischen Unterbrechungen, eine spätere zweite Chance auf die Hochschulzugangsberechtigung bot und bietet.
Entsprechend zeigte sich zwei Jahrzehnte später der Bedarf auf, Damen und Herren parallel zum ausgeübten Beruf (zur Führung eines Familienhaushalts und anderen der Berufstätigkeit gleichgesetzten Tätigkeiten) die Gelegenheit zur beruflichen Weiterqualifizierung bzw. Neuorientierung zu ermöglichen. Als Finanzier konnte die Erzdiözese Bamberg gewonnen werden, die diese sehr kleine Schule bis heute unterstützt und damit ihren Fortbestand ermöglicht.
Das EAG stand und steht von Gründung an Damen und Herren aller Konfessionen (auch konfessionslosen Damen und Herren) offen. Im Laufe der knapp 5 Jahrzehnte seines Bestehens nahmen an die 500 junge und ältere Erwachsene erfolgreich an den jährlichen Abiturprüfungen teil, die seit 1971 – dem Jahr der staatlichen Anerkennung – am Erzbischöflichen Abendgymnasium stattfinden.
Das Bildungssystem hat sich im Laufe der Jahre deutlich verändert, vor allem in seiner Komplexität und seinen Bildungsmaßstäben: Einführung der Kollegstufe (1987 am EAG) und Beendigung dieser mit dem ersten G8-Abitur im Jahre 2010.
Anpassung von Stundentafeln und Lehrplaninhalten an die modernen Bildungsanforderungen. Die Durchlässigkeit des Bildungssystems bietet mittlerweile eine Reihe von Alternativen zum Angebot des Abendgymnasiums. Dennoch: Viele Damen und Herren schätzen die persönliche Unterrichtssituation und die hochwertige Vorbereitung auf das Abitur, so dass sich das EAG mit seinem speziellen Konzept auch weiterhin in der Vielfalt der Möglichkeiten behaupten kann – weil es ein gutes Angebot liefert!